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Sonntag, 27.06.2010 von Marcel Specials Interviews
Interview mit Silvana Kürschner, Strategy Director der GCO
Bald ist es endlich soweit. In 10 Tagen öffnet die Games Convention Online wieder ihre Pforten. Um euch bereits jetzt schon auf das kommende Event einzustimmen, freuen wir uns, ein Interview mit Silvana Kürschner, Strategy Director der GCO, veröffentlichen zu können.
Hallo Silvana. Du bist Strategy Director der GCO. Stellt dich doch bitte kurz unseren Lesern vor und sag uns, was genau deine Aufgaben bei der GCO sind.
Hallo. Richtig, ich bin GCO Strategy Director und gemeinsam mit meinem Team entwickeln und organisieren wir die GAMES CONVENTION ONLINE.
Die GAMES CONVENTION ONLINE ist die einzige Business- und Networking-Plattform für Browser, Client und Mobile Games.
Ein internationaler Ausstellungsbereich informiert über neueste Entwicklungen der Industrie. Parallel dazu läuft ein umfangreiches Programm mit Vorträgen und Panels zu Neuentwicklungen und Trends der Branche. An den drei Messetagen trifft sich die internationale Branche, um im Rahmen des Business Matching Kontakte aufzubauen, zu pflegen sowie Neugeschäfte anzubahnen.
Zu meinen Aufgaben gehören der Aufbau strategischer Allianzen, Aufbau und Pflege von Aussteller- und Referentenkontakten, alles rund um die Messeorganisation und natürlich auch das Beantworten von Interviews.
Wie bist du zu deinem Job gekommen?
Ich bin seit 1997 bei der Leipziger Messe beschäftigt. Angefangen habe ich als Projektreferentin für mehrere Industriemessen. 2002 übernahm ich die Abteilung Marketingmanagement und war u.a. für CRM und Allianzen aber auch für die Entwicklung neuer Messethemen zuständig. Seit September 2008 bin ich nun als Strategy Director für die Weiterentwicklung von Messen unter anderem der GAMES CONVENTION ONLINE zuständig.
Welchen Bezug hast du selbst zur Onlinespielbranche und wie stehst du zu dieser?
Bis auf das gelegentliche Spielen hatte ich bis zur Entwicklung der GCO wenige Berührungspunkte. Die Arbeit mit der Industrie aber auch mit den Gilden hat dann einen tiefen Einblick in diese fantastischen Spielewelten ermöglicht. Das Potential dieser Branche ist riesig und sollte sehr ernst genommen werden. Im Moment erzielt sie grandiose Wachstumsraten. Der Markt ist noch jung und sehr dynamisch. Wir als Messegesellschaft spüren das enorm. Ich denke, dass für die Branche im Moment eher der geschäftliche Austausch und das Lernen voneinander im Vordergrund steht, wie zum Beispiel neue Gamer in kurzer Zeit generiert werden können. Wir sind als Messe Anbieter einer Branchenplattform, die auf diese schnelllebigen Anforderungen an das Veranstaltungsformat flexible reagieren können muss.
Welche Bedeutung kommt deiner Meinung nach der GCO als Branchenmesse zu?
Wir sind, wie die Branche auch, eine junge Business Veranstaltung mit dem Ziel dieser jungen und dynamischen Branche eine Plattform zu bieten. Der USP ist, dass wir ganz klar auf Online und Mobile Games fokussieren. Wir haben im zweiten Jahr stabile Ausstellerzahlen, sie sind sogar leicht gestiegen und auch die Teilnahme am Business Matching im Vorfeld der Messe ist sehr rege. Daraus leite ich ab, dass die GCO als Branchenplattform gewünscht und gebraucht wird.
Die GCO geht wie auch die gamescom aus der ehemaligen Games Convention hervor. Was waren die Gründe für eine Spezialisierung auf den Onlinebereich und wie steht ihr zur gamescom in Köln?
Die GamesCom ist nicht wirklich aus der GC-Games Convention hervor gegangen. Es ist ein Konkurrenzprodukt der Kölner Messe in enger Zusammenarbeit mit dem BUI, der sich 2008 entschieden hat, die Leipziger Messe nicht mehr zu unterstützen. Wir als Leipziger Messe haben uns daraufhin entschieden neue Wege zu gehen und in einen Zukunftsmarkt zu investieren.
Die wichtigste Meldung dieses Jahr war sicherlich die recht spontane Umstrukturierung der GCO zu einer reinen Fachmesse. Wieso kam es zu dieser Entscheidung?
Die Entscheidung den Publikumsbereich abzusagen, ist uns nicht leicht gefallen. Jedoch hat die Zahl der angemeldeten Aussteller nicht ausgereicht, um eine wirtschaftlich tragbare Veranstaltung zu realisieren. Zudem wollten wir keinesfalls die hohen Erwartungen der Besucher, die mit Leipziger Games-Messen verbunden sind, enttäuschen.
Kannst du die Messe als solche auch genießen und das ganze Geschehen auch als Besucher verfolgen?
Ich freue mich schon auf die zahlreichen Gespräche mit Partnern, Ausstellern und Branchenexperten und vor allem, sie in Leipzig wieder zu treffen. Ich denke, es ist ganz wichtig nah an der Branche zu sein, um die Wünsche und Bedürfnisse zu erfahren. Nur so können wir unsere Messe zielgerichtet weiterentwickeln.
Ich werde jede Sekunde genießen und hoffe unsere Aussteller, Fachbesucher, Journalisten und Referenten auch.
Wie geht es weiter mit der GCO?
Zurzeit ist viel Bewegung in der Gamesindustrie. Wir bieten mit der GCO eine internationale Plattform für die Online- und Mobile-Games-Branche und werden in Zusammenarbeit mit dem Beirat, abgestimmt auf die Bedürfnisse und strategischen Zielsetzungen der Industrie, die zukünftige Positionierung der GCO festlegen.
Spielst du selbst auch Browser- oder Onlinespiele?
Leider bleibt durch die vielen Vorbereitungen kaum Zeit, die Spielevielfalt der Online- und Mobile Games intensiv auszuprobieren, auch wenn die Grafiken und Inhalte immer ausgefeilter werden und Lust aufs Spielen machen. Auf Dienstreisen vertreibe ich mir allerdings die Wartezeit dann meistens mit einem Mobile Game.





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