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Mittwoch, 23.02.2011 von Manfred Beck Specials Previews
Preview zum Hack-and-Slay "Mythos"!
Der Online-Gigant Frogster bewirbt „Mythos“ seit eh und je mit den gleichen lobenden Worten: Das erste Online-Hack-and-Slay-MMO aller Zeiten. Wir haben uns durch die farbenfrohe Welt geschnetzelt und konnten nur schwer wieder aufhören, und das auch nur, um diesen Bericht hier zu schreiben. Lest unser Preview!
Einst gingen die vier Rassen Zyklopen, Menschen, Gremlins und Satyre eine Allianz miteinander ein und versprachen sich gegenseitigen Frieden und Unterstützung. Doch einige abtrünnige Menschensöldner wurden habgierig. Sie attackierten und zerstörten das Dorf der Zyklopen in einer erbarmungslosen Schlacht, um einen mysteriösen Edelstein, das Auge des Zyklopen Crom, zu stehlen. Nach ihrem blutigen Sieg zogen die Menschensöldner weiter in das Immergrüne Grasland und richteten dort mit der Macht des grünen Edelsteins weiter Unheil an. Doch ein mutiger Zyklop überlebte die Schlacht und ist erschüttert über den brutalen Vertrauensbruch innerhalb der großen Allianz. Getrieben von seiner Trauer und Wut beschließt er, diese verräterischen Menschensöldner zu jagen, um den Zyklopen Crom und die Ehre des Verbunds zu rächen ... Hier haben wir zunächst einen Trailer für euch!
Das „Mythos“-Einmaleins
Zu Beginn des Spiels muss man einen Charakter erstellen, dabei dürft ihr aus vier Völkern und drei Klassen wählen. Die drei Klassen können von jedem Volk gespielt werden, ihr Unterschied ist lediglich der Volksbonus. Der Bloodletter (die Blutklinge) ist eine Mischung aus Krieger, dem Martialist, Schurke, dem Crimsonate, und Beschwörer, dem Redhand. Seine Fähigkeiten setzen sich je nach Fertigkeitenpunktvergabe zusammen und lassen ihn so gut wie immer zu einem starken Nahkämpfer werden. Stärke ist sein wichtigstes Attribut, und je mehr Stärke er besitzt, desto mächtigere Waffen kann er tragen. Der Gadgeteer (Tüftler) ist eine Mischung aus Jäger, dem Marksman, Fallen-Leger, dem Tinker, und Granaten-Speziallist, dem Grenadier. Seine Fertigkeiten lassen ihn zu einem starken Fernkämpfer werden und ermöglichen es ihm, tödliche Bomben in feindliche Gebiete zu schicken. Der Pyromancer (Pyromant) ist eine Mischung aus Magier, dem Flamecaster, effizientem Nahkämpfer, dem Cinderblade, und Beschwörer, den Coalsmasher. Er ist ein starker Fern- oder Nahkämpfer, und sein Hauptattribut ist Weisheit. Als Völker stehen euch Zyklopen, Menschen, Satyren und Gremlins zur Verfügung. Zyklopen setzen auf Stärke, sie haben einen kräftigen Körper und eindrucksvolle Hörner. Sie haben 20 % Resistenz gegen Eis-Zauber und zusätzliche vier Punkte bei ihrem Verteidigungswert. Menschen, so wie immer die Ausbalanciertesten, erhalten einen Gesundheitsbonus von drei Punkten und haben 20 % Resistenz gegen Feuer. Satyren haben einen Manabonus von drei Punkten und sind zu 20 % gegen Gifte resistent. Gremlins wiederum haben eine um 11 Punkte erhöhte Trefferwahrscheinlichkeit und haben 20 % Resistenz gegen elektrische Zauber. Die Attribute setzen sich wie folgt zusammen: Stärke erhöht die Angriffskraft, Weisheit erhöht das Mana und die Manaregeneration, die Beweglichkeit oder das Geschick erhöht den Distanzschaden, wohingegen die Gesundheit ... nun, sie erhöht die Gesundheit.
Gameplay
Die Geschichte von „Mythos“ wurde bereits in der Einleitung erwähnt, doch als Spieler bemerkt ihr zu Beginn nicht wirklich viel davon. Ganz MMO-typisch erstellt ihr euren Charakter und prügelt euch durch die Einleitung, in der euch beigebracht wird, wie ihr die Kamera adjustieren, wie ihr Feinde plattmachen und euch in der riesigen Welt von „Mythos“ zurechtfinden könnt. Langsam erfahrt ihr, was eure Aufgabe eigentlich ist und warum ihr gegen das Übel anfechtet, und Schritt für Schritt lernt ihr die Welt mit ihren Portalen, Feinden und kleinen befestigten Städtchen kennen. Damit ihr aber nicht ewig in den sprichwörtlichen Kinderschuhen steckenbleibt, wird euer Charakter zumindest am Anfang schnell stärker und steigt auch in den obligatorischen Stufen. So schafft ihr es innerhalb wenigen Minuten, den nächsten Level zu erreichen (auch hier eine Anspielung an „Diablo 2“) und erhaltet somit Punkte, um eure Attribute Stärke, Geschick, Weisheit und Gesundheit zu erhöhen.
Damit man bei dem Skill-Baum neue Fähigkeiten freischaltet, reicht es aber nicht, einen bestimmten Level zu erreichen, sondern man muss einen Fähigkeitenpunkt in die sogenannte Skill-Hierarchie investieren. Dadurch bekommt ihr nicht nur neue Fertigkeiten, sondern auch einen prozentuellen Bonusanteil an allen Attributen und Statistiken, was sehr hilfreich ist. Wenn ihr den dritten, siebten, 13., 21. und 30. Punkt in der Fertigkeitenhierarchie verteilt, werdet ihr immer wieder neue Fähigkeiten freischalten. Bei jedem Stufenaufstieg bekommt ihr fünf Attributspunkte, die ihr verteilen könnt und Fähigkeitspunkte, welche ihr auch ebenso nach eigenem Gutdünken verteilen oder auch sparen dürft. Die Fähigkeiten lassen sich auch MMO-like auf eine Leiste unten legen, das erinnert an „World of Warcraft“, „Runes of Magic“ und viele andere Mehrspieler-Games, allerdings spricht die Zugänglichkeit und die Simplizität klar für „Mythos“. Besonders hervorzuheben ist das Handwerkssystem, welches euch umfangreiche Kniffe im Hinblick auf eure Ausrüstung erlaubt, aber dazu gehen wir erst näher ein, wenn das System eine finale Phase erreicht hat. Bislang dürft ihr sämtliche Ausrüstungsgegenstände auf vielerlei Arten verfeinern, sei es zufällig, gezielt oder sogar das Zusammenfügen von mehreren gleichen Teilen: „Mythos“ hat hier ein großes Feature für die Community geschaffen, und es bleibt abzuwarten, wie sehr der Titel in Europa einschlagen wird!
Grafik und Sound
Die Grafik des Spiels ist gut gelungen, und die Welt wirkt sehr farbenfroh und fröhlich. Auf manchen Ausrüstungsgegenständen ist Feuer entflammt oder eine giftige Mischung aufgetragen, was sie noch besser aussehen lässt. Auch Details lassen sich gut erkennen und die Animationen von Attacken sind auch sehr sehenswert. Die Charaktere selbst wurden liebevoll gestaltet, die Bewegungen sind glaubwürdig und auch die Riesenfeinde wie beispielsweise diverse Bossgegner, große Spinnen und Werbären bringt ihr optisch ansprechend zu Fall. Darüber hinaus erinnern die liebevoll gestaltete Lebens- und Manakugel am unteren Bildschirmrand an die gute alte Zeit, die „Diablo 2“ mit sich brachte. Der Sound ist immer der Umgebung angepasst und vermittelt eine gute Atmosphäre. Allerdings darf an der Akustik gerne noch etwas geschraubt werden, denn meistens geht sämtliche Stimmung durch das Hack-and-Slash-Element verloren, da die Charaktere ja gerne schreien, die Gegner theatralisch fallen und auch mit entsprechendem Getöse ihrem Ende entgegen sehen. Alles in allem fehlt noch ein bisschen Polishing in dieser Version, aber das ist für eine Beta-Version auch vollkommen normal, es bleibt spannend, was Frogster und Hanbit Soft hier alles aus dem Hut zaubern werden! Die Grundlagen stimmen auf jeden Fall, denn Online-Schnitzeln auf diesem Level gab es in der Tat so noch nicht zuvor.
Steuerung
Die Steuerung wird am Anfang des Spiels beschrieben, und Tipps, die als rote Rufzeichen am unteren Bildschirmrand erscheinen, erleichtern den Einstieg. Es wird die Tastatur und Maus zum Bewegen und Zaubern verwendet. Ihr dürft entweder die altbekannte WASD-Steuerung verwenden, oder aber eurem Charakter ganz wie in einem „Neverwinter Nights 2“ mit Point-and-Click den Weg weisen. Die Spieler, welche bereits „Diablo 2“ von Blizzard gespielt haben, werden gewisse Ähnlichkeiten erkennen, was von den „Mythos“-Machern auch durchaus beabsichtigt wurde. Die Karte etwa wird auch mit der Tab-Taste aktiviert, und mit der rechten Maustaste löst ihr die ihr zugewiesene Fähigkeit aus, dies kann aber ganz MMO-typisch auch per Tastatur erfolgen. Allerdings sind keine Automatisch Laufen-Funktion sowie keine Erklärungen zu den gefundenen Waffen implementiert. Während der erste Punkt aufgrund der Abgrenzung zu sonstigen MMOs sowie der Nähe zu „Diablo 2“ zu erklären ist, sollte das Interface im Inventar noch dementsprechend zu überarbeiten. Aber auch hier gilt: Genau für solche Features ist die Closed Beta-Phase ja da, und wir dürfen wahrlich gespannt sein, was die fertige Version uns bringen wird!
Multiplayer
Das Spiel ist auf Multiplayer aufgebaut, daher kann man Gruppen sowie Gilden gründen, um schwierige Herausforderungen zu bestehen. Der Multiplayer ist sehr gut, da man in großen Orten zwischen 3 verschiedenen Gebieten wählen kann, um so nicht überrannte Quest-Gebiete vorzufinden. Darüber hinaus wurde ein kleiner Trick angewandt, um den Handel zwischen den einzelnen Spielern anzuheizen: Spielt ihr etwa einen Tüftler, findet ihr nämlich weniger Tüftler-spezifische Gegenstände, dafür umso mehr Pyromanten- und Blutklingen-Items! Mit dem inkludierten Handwerkssystem, das euch extrem viele Möglichkeiten bietet, angefangen vom zufälligen Verstärken eines Gegenstands bis hin zum ausgefeilten Verbessern eines Ausrüstungsteils, lassen sich hier genug Anreize für einen florierenden Handel schaffen. Doch damit nicht genug, auch euren eigenen Charakter dürft ihr ohne Ende individualisieren, denn „Mythos“ meint es ernst:
Achievements sind Belohnungen, die Spieler für erledigte Aufgaben oder Missionen erhalten, sammeln und zur Verstärkung der Charakter-Attribute nutzen können. Die hunderten erreichbaren Erfolge sind in verschiedene Kategorien, wie Quest, Entdeckungen, Jagd, Crafting oder PvP zugeordnet und enthalten jeweils einen Bonus auf Spieler-Attribute, wie zum Beispiel Ausdauer und Laufgeschwindigkeit. Jeder erlangte Erfolg kann in einen der insgesamt sechs Slots des Achievement-Systems platziert werden. Die speziellen Attribut-Boni werden dadurch aktiviert und wirken direkt auf die Werte des Spielercharakters. Erreichte Belohnungen, die sich im ersten Slot befinden, werden als Titel vor dem Namen des Spielers angezeigt. So erhalten Spieler zum Beispiel den Namenszusatz „Trunkenbold“ sowie einen Bonus auf die Gesundheit, wenn sie eine gewisse Anzahl an Tränken verwendet und das Achievement im ersten Slot aktiviert haben. Eine weitere mögliche Belohnung ist beispielsweise der „Todesbote“, der nach dem Besiegen einer bestimmten Anzahl von Mitspielern erhältlich ist.
Atmosphäre
“Mythos“ vermittelt eine sehr magische Atmosphäre, da jede Klasse gut animierte Zauber und Fähigkeiten aufweist und die Grafiken einen mystischen Flair versprühen. Auch die detailgetreue Umsetzung der an sich süß wirkenden Umgebung spielt in das große Ganze mit rein, und schon in dieser frühen Closed Beta-Version gefällt „Mythos“ atemberaubend gut. Wenn ihr „Diablo 2“ geliebt und wegen dem Mehrspieler-Part bis in die Morgenstunden gespielt habt, dann sollte es absolut keine Überlegung darstellen, „Mythos“ zumindest einmal anzuspielen. Klar, sehr erwachsen wirkt das Spiel nicht mit seinen überzeichneten Satyren, Gremlins und Zyklopen, und die Optik generell wird dem geneigten „Diablo 2“-Schnitter zunächst zu knuffig vorkommen. Die Wartezeit bis zum sehnlich erwarteten „Diablo 3“ wird „Mythos“ aber allemal verkürzen, und das ist wohl eines der größten Komplimente, die man einem Spiel, welches sich noch dazu in der Closed Beta-Phase befindet, überhaupt machen kann!
Zusammenfassung
Im Großen und Ganzen ist „Mythos“ ein sehr gutes MMORPG mit sehr vielen Möglichkeiten, einen wirklich individuellen Charakter zu erstellen. Es bietet zahlreiche Aufgaben sowie Dungeons, welche man mit mehreren Spielern bestreiten kann. „Diablo 2“-Fans werden sich sofort heimisch fühlen, und „Mythos“ bringt auf jeden Fall frischen Wind in das MMO-Genre. Wir bleiben für euch am Ball und sind gespannt, was die nächste Version mit sich bringen wird!
Pros
- Gute Grafik
- Tolle Atmosphäre
- Viele Anpassungsmöglichkeiten
- Erfrischendes Gameplay
- Immer wieder für eine Runde gut
- Geringe Hardware-Anforderungen
Cons
- Keine Questgebiets-Anzeige
- Zu süß für den Diablo-Spieler?
- Interface noch Gegenstand der Überarbeitung






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