Fazit
Wer Browsergames dieser Art mag, kann sich Empire Universe 2 von Looki.de gerne mal ansehen - ansonsten gibt es in der Branche wesentlich bessere Alternativen wie zum Beispiel Astroempires.

Bei dem Echtzeit-Strategiespiel "WAR2 Glory" übernimmt der Spieler die Rolle ...
Montag, 11.01.2010 von Matthias Spieletests Strategie
Das klingt erstmal schon ganz schön beeindruckend: Bestes Strategiespiel 2007. Hui! Da muss ja einiges dahinterstecken - und wenn man sich die Screenshots so ansieht, glaubt man das gleich nochmal so gern. Schicke Ansichten von Basen auf unterschiedlichen Planetenterrains. Wenn da mal nicht der Schein trügt.
Man lässt sich überzeugen und meldet sich bei looki.de, einer Communityseite für Browsergames an. Mit der Anmeldung erhält man automatisch Zugang zu allen anderen Spielen des Anbieters, daher, ich registriere mich quasi nur einmal und kann alles sofort spielen - praktisch!
Wir aber wissen erstmal was wir wollen - Empire Universe - und da werden wir auch schon vor die erste Wahl gestellt. Bevor man sich in seiner ersten Basis häuslich einrichten kann muss man erst einmal die Rasse wählen, zu der man gehörten möchte - und die Wahl fällt beileibe nicht leicht. Satte neun Rassen hat man zur Auswahl, die alle unterschiedliche Vor- und Nachteile in den unterschiedlichen Kategorien wie Navigation, Wirtschaft, Konstruktion, Kampf, Forschung und Handel. Das mag nach Vielfalt klingen, entpuppt sich aber schnell als die Qual der Wahl, wie es schon im Titel der Auswahlseite steht. Durch die vielen verschiedenen Wahloptionen ist man schnell verwirrt und es ist nicht ganz klar welches Volk welchen Vorteil bringt und welche Auswirkungen das letztendlich im Spiel hat - schließlich entscheidet man sich resigniert für irgendeines, das gerade sympathisch erscheint.
Jetzt aber! Ich habe mich entschieden und darf mir ein Spielerportrait auswählen: Die Köpfe durch die ich mich gerade durchklicke sind 3D-Grafiken und sehen schick aus. Auch der erste Planetenname wird hier gleich festgelegt. Klick. Mein erster Planet gehört quasi mir, vorher wird der Spieler aber noch von einem hübsch gerendertem Intro begrüßt. Jetzt wirds fast schon spannend - bis hierhin sieht das Spiel fast wie eine echte Perle aus und man fragt sich vielleicht, warum man nicht früher schon davon gehört hat. Aber da ist auch schon der Startbildschirm und alle Gedanken zerstreuen sich - und vielleicht auch die eine oder andere Illusion, denn ab hier zeigen sich die Problemchen, mit denen man bei Empire Universe zu kämpfen hat.
Die Übersicht ist Unübersichtlich. Ein Infofenster zeigt mir dass Titan bei 39% steht, Kupfer bei 71% und Eisen bei 42%. Was genau das bedeutet weiß ich nicht. Immerhin - man könnte in dem Chatfenster rechts jemanden fragen, aber für den Moment gibt man sich zufrieden und klickt seinen ersten Planeten der vor einem fast kitschig bunten Weltraumbild gezeigt wird und wartet dass die Basenansicht läd. Warten wird man bei diesem Spiel übrigens ohnehin öfter, denn so schön manche Rendergrafiken auch aussehen - die Ladezeiten werden dadurch wohl nicht kürzer. Ein paar Sekunden später sehe ich eine Straße in sattem Grün. Mein erstes, mickriges Hauptquartier liegt irgendwo zwischen einem kleinem Wald und einem wie aufgeklebt wirkendem Bergmassiv. Im Laufe der nächsten Stunde folgen wir dem interaktiven Tutorial und errichten Rohstoffwerke und ein Forschungszentrum. Klicke ich auf mein Rohstoffwerk das auf der anderen Straßenseite von meinem Hauptquartier aus dem Boden gestampft wurde, kann ich dieses mit Upgrades versehen um die einzelnen Rohstoffe zu fördern - das verspricht eine Menge Spaß: Zehn Ressourcen, für jedes einmal die Erweiterung in Auftrag geben. Dazu kommen dann noch die Credits die man sich durch Steuern verdient. Frägt sich ob das mehr Spiel oder Arbeit ist.
Nett ist der Forschungspart geworden: Man gibt nicht einfach nur Forschungen in Auftrag, sondern muss erst einen Forscher einstellen dem man aus einem Pool von Forschungsgebieten die nach und nach freigeschaltet werden eines zuweißt, das er dann erforscht. Später kann man auch weitere Forscher an Universitäten ausbilden und parallel an anderen Aufträgen arbeiten lassen, wobei man den unterschiedlichen Wissenschaftlern die übrigens auch Name und Aussehen in Form eines 3D-portraits besitzen sogar eigene Spezialisierungen zuweißen kann. Forscher A ist dadurch schneller auf Gebieten der Waffenforschung, während Forscher B besser im Bereich der Schiffchassis-forschung ist. Ein dritter Forscher ohne Spezialisierung kennt sich dann in allen Gebieten gleich aus. Achja - und Schiffe werden nicht einfach erforscht und sind verfügbar - stattdessen erforscht man einzelne Bauteile die man dann kombinieren kann um unterschiedliche Schiffstypen mit eigenen Waffen und Panzerungen zu erhalten. Ein interessanter Ansatz den man eigentlich gern öfter sehen würde.
Bleibt nur noch der Premium-part zu erwähnen. Wenn ich vorhin was von zehn Ressourcen plus Credits erzählt habe, dann stimmt das eigentlich nicht ganz: Das Premiumfeature ist in Empire Universe 2 in Form einer Ressource käuflich gegen Echtgeld zu bekommen. Ikolium heißt der Wunderstoff und ist laut Infotext ein äußerst rares Gut das seltsame Effekte auf das Raum-Zeit-kontinuum haben soll. Kurz gesagt - mit diesem tollen Wunderzeug kann man Schiffs- und Gebäudebau- so wie Forschungsaufträge sofort abschließen, ohne auf deren Fertigstellung zu warten. Für 1,99€ bekommt man 25.000 oder für 99,99€ gar 2.000.000 Ikolium (War der Stoff nicht eben noch eine absolute Seltenheit?). Ein ausgeglichenes Spiel kann man sich da nur schwer vorstellen, wenn man später beim Kräftemessen mit größeren Spielern nicht einmal sicher vorausschauend planen kann weil man nie weiß, ob der Gegner nicht noch etwas Ikolium über hatt und quasi über Nacht eine mächte Streitmacht aus dem Boden stampft wo vorher nur ein paar funzelige Sonden dümpelten.
Fazit
Wer Browsergames dieser Art mag, kann sich Empire Universe 2 von Looki.de gerne mal ansehen - ansonsten gibt es in der Branche wesentlich bessere Alternativen wie zum Beispiel Astroempires.
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