Dienstag, 19.01.2010 von Chris
Spieletests
Rollenspiele
Gladiatus - Hero of Rome
Die Zeit der großen Spiele in Rom war blutrünstig, düster und doch voller ruhmreich-glänzender Gestalten, die ihr Leben aufs Spiel setzten, um das römische Volk zu belustigen: Gladiatoren. In Gladiatus, einem Rollenspiel aus dem Hause Gameforge, schlüpft ihr in die Rolle eines solchen Gladiators und tretet anderen Spielern im blutigen Sand der Arena gegenüber, um zu beweisen, dass ihr der beste Gladiator aller Zeiten seid!

Naja, ganz so atmosphärisch ist die Geschichte natürlich nicht, dennoch sollte jeder Rollenspiel-Fan einmal in das Spiel hinein schnuppern:
Grundlegend gibt es zwei verschiedene Spielzweige. Schauen wir uns zunächst einmal den Arena-Modus an. Es handelt sich dabei um einen klassischen PvP-Modus, bei dem ihr euch einen menschlichen Gegner sucht und ihn durch klick zu einem Kampf in der Arena herausfordert. Abhängig von euren und den gegnerischen Fähigkeiten wird nun ein Sieger ausgewürfelt, der dem Verlierer etwas von seinem Gold abnimmt und in der Rangliste nach oben steigt. Nach einem Kampf müsst ihr jedoch 15 Minuten pausieren, um erneut einen Gegner fordern zu können. Neben einem Gesamtscore aller Kämpfer, gibt es auch einen Score für Spieler, die kurzzeitig aktiv waren. Habt ihr nämlich einen Kampf gewonnen, bekommt ihr einen Punkt, der wieder verschwindet, wenn ihr nicht innerhalb einer Zeitbegrenzung erneut kämpft.

Für Rollenspieler weit interessanter ist der Mercenary-Modus. Hierbei geht es darum, eure Fähigkeiten zu verbessern, indem ihr zahlreiche Quests löst. In der Taverne könnt ihr mit dem Wirt quatschen, ab Level 10 steht euch auch eine Stadtwache zur Verfügung – bei beiden könnt ihr verschiedene Quests annehmen, die euch mit Erfahrung, Gold oder Items belohnen. Üblicherweise bestehen diese Aufgaben darin, ein bestimmtes Gebiet außerhalb der Stadt zu erforschen, die dortigen Gegnertypen nieder zu metzeln oder bestimmte Ausrüstungsgegenstände zu finden. Wie bei Arena-Kämpfen gibt es auch bei Quests Grenzen: Ihr könnt nicht mehr als drei Quests zugleich laufen haben und müsst nach dem Annehmen einer Aufgabe 30 Minuten warten, um eine weitere anzunehmen.

Um Expeditionen außerhalb der Stadt zu machen, benötigt ihr sogenannte Expeditions-Punkte: Ihr habt maximal 12 zur Verfügung und bekommt jede Stunde einen verbrauchten Punkt gutgeschrieben. Auch zwischen den Expeditionen muss sich euer Gladiator ein Weilchen ausruhen, was in meinen Augen etwas den Spielspaß trübt und die Premium-Währung in den Vordergrund drängt. Durch den Einsatz von Kristallen – die ihr natürlich käuflich erwerben könnt – erhaltet ihr doppelt so viele Expeditionspunkte, verbraucht gleichzeitig weniger, und müsst nicht so lange zwischen Quest-Annahmen, Arena-Kämpfen und Expeditionen warten.
Vom Umfang her ist Gladiatus aber wirklich eine Wucht: Es gibt unzählige Ausrüstungsgegenstände, Waffen, Schilde, Helme, Rüstungen, aber auch Amulette und Ringe, die ihr zudem mit Upgrades versehen könnt, die meist permanente Boni zur Folge haben. Der Anstieg eurer Fähigkeiten ist übrigens nicht vom Level abhängig, sondern von eurem Goldvorrat: Wer also viele Moneten übrig hat, kann beim Trainer vorbeischauen und seine Fähigkeiten ausbauen. Gold findet ihr außerdem nicht nur bei Quests oder Kämpfen, ihr könnt auch für mehrere Stunden Jobs annehmen, was eurem Goldstand einen kleinen Schub verleiht.
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