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Unsere Besten

Forsaken World

Unsere Wertung
5
Eure Wertung
0

Tipp der Redaktion

Forsaken World

Euch erwartet hier ein einsteigerfreundliches MMO, das Dialogsystem ist einfach ...

Genre: Strategie
Schauplatz: Antike
Altersklasse: alle
Spieler: 101 - 500
Spielwelten: 1
Rundenlänge: endlos

Grepolis

InnoGames

Samstag, 06.03.2010 von Chris Spieletests Strategie

Grepolis - Wenn Götter mitmischen...

Das antike Aufbaustrategiespiel Grepolis verzeichnete in den letzten Monaten einen rasanten Aufschwung, der nicht von ungefähr kommt. Denn bereits in der Beta-Phase des Spieles im November 2007 wurde Grepolis für den deutschen Entwicklerpreis vorgeschlagen. Was steckt also hinter dem Namen, was macht das Spiel so erfolgreich? Wir haben Grepolis einige Zeit unter die Lupe genommen und möchten euch nun unsere Ergebnisse präsentieren.

Zunächst aber einige Grundlagen, die kaum jemanden verwundern werden: Ihr startet als Kommandierender über eine Polis – griechisches Wort für Stadt – und kümmert euch zunächst um den Aufbau eurer Ressourcenproduktion. Ihr befindet euch auf einer kleinen Insel und euch stehen drei Rohstoffe zur Verfügung: Holz, Stein und Silber gilt es in Produktionsstätten abzubauen, wobei es schon eine Auswirkung hat, auf welcher Insel ihr landet. Auf manchen wachsen die Bäume schneller, wodurch ihr einen Bonus erhaltet, während Silber eher rar gesät ist und davon weniger abgebaut wird.

Die Stadtübersicht stellt eure Polis grafisch dar, wobei sich die Gebäude abhängig von der Ausbaustufe ändern und sich eure Heimat so nach einer Weile zu einem ansehnlichen Städtchen mausert. Als vierte Ressource dient die Bevölkerung: Baut ihr euren Bauernhof aus, steigt die Anzahl an Freier Bevölkerung, welche ihr ebenfalls für Gebäudebau oder das Aufstellen eurer Armee benötigt.
 
Nun wären wir auch schon beim Thema Kriegsführung. Habt ihr eine Kaserne gebaut, könnt ihr Einheiten ausbilden. Anfangs stehen euch nur einfache Schwertkämpfer zur Verfügung, später allerdings, wenn ihr eine Akademie baut und die Forschungskomponente erkundet, findet ihr noch weiter Einheiten und nützliche Upgrades. Doch Kämpfe an Land sind nur ein Teil der Kampfkunst in Grepolis. Da ihr euch auf einer Insel mit einer Hand voll an anderen Spielern befindet, müsst ihr euch irgendwann auch auf die Inselgruppen um euch herum konzentrieren. Dazu baut ihr einen Hafen, wo ihr abhängig von eurer Forschung verschiedene Schiffstypen vorfindet, um eine schlagkräftige Flotte aufzustellen.

Wenn ihr zu Beginn nicht so lange auf eigens produzierte Rohstoffe warten wollt, und ihr es nicht riskieren könnt, durch Angriffe auf andere Spieler wertvolle Einheiten zu verlieren, steht euch eine weitere kleine Möglichkeit zur Verfügung, eure Ressourcenlager zu füllen: Die Städtchen von menschlichen Spielern befinden sich immer an der Küste einer Insel, doch ein kurzer Blick auf die Gebietsübersicht eurer Insel offenbart, dass sich noch andere Ortschaften auf der Insel tummeln. Es handelt sich hierbei um NPC-Dörfer, die über zwei markante Prozentwerte verfügen: Zufriedenheit und Stärke. Farmt ihr ein Dorf, sinken Stärke und Zufriedenheit, was beeinflusst, ob die Einwohner sich wehren und wie viele Rohstoffe ihr erbeutet. Allerdings könnt ihr mittels Angriffe auch die Stärke wieder steigern, später auch Soldaten rekrutieren und nach Bau eines Marktplatzes mit den Dörfchen Handel treiben.

Ich habe vorher bereits kurz die Forschungskomponente erwähnt und möchte nun noch einen genaueren Blick darauf werfen. Um überhaupt forschen zu können, benötigt ihr eine Akademie. Mit jeder Stufe, die ihr diese erhöht, erhaltet ihr Forschungspunkte. Technologien benötigen eine bestimmte Anzahl dieser Punkte und werden außerdem durch den Ausbau der Akademie freigeschaltet.

Natürlich ist jeder Spieler darauf aus, ein möglichst großes Imperium zu erschaffen, wodurch eine Ausweitung auf andere Städte unabdingbar ist. Hierfür gibt es zwei Wege: Der erste ist das Kolonisieren eines Dorfes mittels Kolonieschiff. Der zweite Weg ist die kriegerische Übernahme der Stadt eines anderen Spielers. Für beide Wege benötigt ihr aber Kulturpunkte, die ihr erhaltet, indem ihr große Feste veranstaltet. Diese Feierlichkeiten benötigen aber eine Menge Ressourcen und außerdem eine Akademiestufe von 30. Sogesehen setzt Grepolis auf eine hohe Langzeitmotivation, denn der Aufbau einer Stadt dauert schon einige Zeit.

Die bisherigen aufgeführten Spielmodule sind keineswegs neuartig, wobei auch niemand das Rad neu erfinden will. Jedoch gibt es ein bestimmtes Feature, welches Grepolis dennoch einzigartig macht: Göttlichen Einfluss. Habt ihr einen Tempel gebaut, dürft ihr eine von vier Gottheiten wählen, die anschließend im Tempel angebetet wird: Zeus, Athene, Hera und Poseidon. Jede Gottheit ermöglicht es euch, zwei mystische Einheiten zu bauen und gibt euch Zugriff auf vier göttliche Einflüsse. Diese sind im Ergebnis sehr unterschiedlich, bringen euch beispielsweise Boni in Produktion von Ressourcen oder eurer Armee oder schwächen den Gegner durch das Zerstören von Einheiten oder gar Gebäuden in feindlichen Städten. Für diese Aktionen ist allerdings der Einsatz von Gunst nötig, einer fünften Ressource, die im Tempel abgebaut wird.

Unsere Wertung

Spielspaß
4
4.0
Spieltiefe
4
4.0
Präsentation
5
5.0
Support
4
4.0
Community
4
4.0
Gesamt
4.2
4.2

Fazit

Grepolis ist ein typisches Aufbau-Strategiespiel: Gebäudebau in Auftrag geben, Truppen zum Farmen aussenden und die gewonnen Ressourcen für Ausbau, Forschung oder Armee-Vergrößerung verwenden. Die grafische Präsentation ist durchaus gelungen, während die Götter eine neuartige Komponente ins Spiel bringt, die in anderen Spielen für gewöhnlich Premium-Usern vorenthalten sind. Wer also ein Spiel sucht, welches eine hohe Langzeitmotivation bietet, könnte bei Grepolis fündig werden.

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